MOTORRADREISEN: DIE 5 SCHÖNSTEN KÜSTENROUTEN ITALIENS
Die 5 schönsten italienischen Reiseziele am Meer, die du mit dem Motorrad erreichen kannst:
Mit Flossen, Harpune und Taucherbrille… Aber auf dem Motorrad!
Hier sind die schönsten Orte für einen Strandurlaub, ohne auf ein paar Kurven verzichten zu müssen.
Der Sommer steht vor der Tür, und nach einem Herbst und Frühling voller Farben (Gelb, Orange und Rot des von Covid geplagten Italiens) ist die Lust aufs Motorradfahren exponentiell gestiegen.
Um diese zu stillen, sollte man jede Gelegenheit nutzen – und dafür sind wir da!
Ob für ein spontanes Wochenende oder einen richtigen Urlaub, wir haben eine „Selecta“ von Zielen zusammengestellt, die schöne Strände mit atemberaubenden Kurven verbinden.
Die Amalfiküste
Sie ist eines der Reiseziele, das die Verbindung „schöne Kurven – schöne Strände“ am besten verkörpert und es ermöglicht, einige der schönsten Orte nicht nur Italiens, sondern der Welt zu erleben.
Wenn man aus dem Zentrum oder Norden kommt, ist der erste Pflichtstopp die Ruinen von Pompeji, bevor man die SS145 nimmt: eine Staatsstraße, die zwischen Castellammare di Stabia und Vico Equense direkt am Meer entlangführt und nach fast 25 km, auf denen man längere Stopps einlegen kann, um Capri und Anacapri zu besuchen, nach Sorrent führt.
Ab hier wird es spannend: Mit dem Navi Richtung Süden nimmt man die SS163 – eine spektakulär am Meer entlangführende Straße voller Kurven, die auch für Genießer des Panoramas geeignet ist, die es nicht eilig haben.
Auch auf dieser Strecke sind „Abstecher“ lohnenswert: Man kann das Naturschutzgebiet Valle delle Fernere, Praiano und Conca dei Marmi besuchen.
Nach 31 km voller Kurven erreicht man Amalfi.
Wenn man der SS163 weiter folgt, kann man bis nach Salerno fahren und dabei noch einige Kilometer dranhängen, um geschichtsträchtige und schöne Dörfer wie Vietri sul Mare zu entdecken.
Basilikata
Eine Region voller atemberaubender Ausblicke und einzigartiger Panoramen, eingebettet zwischen zwei Meeren. Und da wir von Motorradtouren ans Meer sprechen, warum nicht (zumindest teilweise) den Spuren von Rocco Papaleo und den anderen Protagonisten von „Basilicata Coast to Coast“ folgen und sowohl das Tyrrhenische als auch das Ionische Meer ansteuern? Ausgangspunkt ist Maratea, eines der schönsten Dörfer Italiens, das hoch oben auf den Felsen über das Tyrrhenische Meer blickt.
Das erste Ziel auf der Karte ist Potenza, das man über die SS18 und SS598 erreicht und dabei auch den Nationalpark Appennino Lucano durchquert – eine Gegend voller Kurven und Fahrspaß. In der Provinzhauptstadt angekommen, geht es weiter nach Matera, 116 km entfernt, mit einem Zwischenstopp in Tricarico, einer arabisch-normannischen Gemeinde, die den Besuch der „Stadt der Sassi“ einleitet.
Südlich von Matera fährt man durch den Parco della Murgia Materana und das Naturschutzgebiet San Giuliano, die beide an die Strada Statale 106 grenzen. Die weißen Häuser und das Western-Dorf-Flair von Pisticci sind einen Stopp wert, bevor man in Policoro die Wellen des Ionischen Meeres erreicht.
Die Riviera delle Palme
Habt ihr Lust, euch wie am anderen Ende der Welt zu fühlen? Den Motor ohne Eile aufheulen zu lassen, während euch die Meeresbrise die Haut streichelt, als wärt ihr am Venice Beach? Dafür braucht es keinen Interkontinentalflug – stellt einfach das Navi auf die Marken ein.
Der südliche Teil dieser Region ist nämlich eine der schönsten Küsten Italiens, und eine Motorradtour ist genau das Richtige, um sie besser zu entdecken.
Gestartet wird in San Benedetto del Tronto, mit seinen Jugendstilvillen und eleganten Hotels. Von dort geht es nach Norden, also Richtung SS16, und einer der ersten Orte, die zu einer Pause einladen, ist Grottammare, wo Palmen und Orangenhaine das historische Zentrum schmücken. Weiter geht es über Cupra Marittima, Porto Sant’Elpidio und schließlich nach Civitanova Marche. Ein kleiner Abstecher ins Landesinnere führt uns an die Tore des Naturreservats Conero, und nach wenigen Kilometern erreicht man Ancona.
Die Küste der Etrusker
Eine Motorradtour in der Toskana kann eine echte Zeitreise sein: Die Region ist Wiege alter Zivilisationen, und selbst der Sonntagsausflug wird zu einem Spaziergang durch ein Freilichtmuseum. Gestartet wird in Piombino, doch anstatt zur „klassischen“ Insel Elba überzusetzen, fahren wir weiter zur Halbinsel Populonia, die reich an Wäldern und Campingplätzen ist (was mit dem Motorrad immer ein besonderes Erlebnis ist). Von hier aus geht es zurück zu den Olivenhainen und den mit Weinreben bedeckten Hügeln rund um Suvereto. Vom Rot der Trauben wechselt man zum satten Grün der Zypressen, die Bolgheri, die Heimat von Giosuè Carducci, prägen. Von dort geht es weiter zu den Colline Metallifere, und zurück auf der Via Aurelia fährt man wieder ans Meer, zu den weißen Stränden von Rosignano Solvay und den Schönheiten von Livorno.
Latium
Die letzte Route mag auf den ersten Blick am naheliegendsten erscheinen, da sie quasi „vor der Haustür“ liegt, kann aber trotzdem eine schnelle, aber dennoch schöne Reise ans Meer bieten. Von der Hauptstadt fährt man Richtung Lido di Ostia und dann weiter nach Süden: Richtung Pontino. Die SS148 ist die Hauptstraße unserer Tour, aber es gibt zahlreiche Abzweigungen, um die schönsten Strände der Region zu entdecken. Von Anzio bis Sabaudia, über San Felice Circeo und Terracina, mit einem letzten Halt in Gaeta, einem wahren Juwel des Tyrrhenischen Meeres.
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